27.07.10|11:16
17 Milliarden Dollar Verlust

BP meldet ersten Quartalsverlust seit 1992 - Tony Hayward erklärt Rücktritt


Von: MS

Wie der britische Ölkonzern am Dienstag mitteilte, verbucht das Unternehmen bedingt durch die Ölpest im Golf von Mexiko für das zweite Quartal einen Verlust in Höhe von 17 Milliarden Dollar. Zudem erklärte BP, dass Vorstandschef Tony Hayward seinen Posten zum 1. Oktober aufgibt. Nachfolger des immer stärker in die Kritik geratenen BP-Chefs wird wie bereits erwartet der Amerikaner Robert Dudley.

Heizölpreise aktuell

BP meldet ersten Quartalsverlust seit 1992

BP meldet ersten Quartalsverlust seit 1992

Erstmals seit 1992 muss BP in seiner Bilanz einen Verlust verbuchen. Im ersten Quartal hatte der Ölkonzern noch einen Gewinn von 5,6 Milliarden Dollar gemeldet. Bedingt durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und die drohenden Verbindlichkeiten in Höhe von 32,2 Milliarden Dollar weist BP nun für den Zeitraum April bis Juni 2010 einen Verlust von 17 Milliarden aus. Im dritten Quartal könnten weitere Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe hinzukommen, da in der aktuellen Bilanz nicht alle zu erwartenden Kosten zur Bekämpfung der Ölpest berücksichtigt worden.

Da der wegen seines Krisenmanagements immer mehr in die Kritik geratene BP-Chef Tony Hayward nun offiziell seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, wird ab dem 1. Oktober der gebürtige New Yorker Robert Dudley als Nachfolger die Führung des angeschlagenen Ölkonzerns übernehmen. Medienberichten zufolge soll Hayward eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen Euro erhalten. Der scheidende BP-Chef soll dann in das russische Gemeinschaftsunternehmen von BP, TNK-BP, wechseln, wo er allerdings nicht als geschäftsführender Direktor vorgesehen ist.

Um die sich aufbäumenden Kosten zu bewältigen, versucht BP nun verstärkt Öl- und Gasfelder zu verkaufen. So sollen in den nächsten 18 Monaten bis zu 30 Milliarden Dollar generiert werden.

Unterdessen werden im Golf von Mexiko die Aufräumarbeiten nach einer Unterbrechung durch den Tropensturm "Bonnie" wieder aufgenommen. "Bonnie"  hatte sich bereits am Samstag zum Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Die vorsorglich abgezogenen Schiffe kehrten noch am gleichen Tag zum defekten Bohrloch zurück. Der nächste Sturm ist während der laufenden Hurrikane-Saison allerdings nur eine Frage der Zeit.

Weitere Informationen zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sowie aktuelle Live-Bilder vom Bohrleck finden Sie auf unserer Themenseite.


 Immer auf dem Laufenden bleiben



Kommentar abgeben

*
*

*

*

* Diese Felder müssen ausgefüllt werden.

** E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht, ist aber zur Authentifizierung notwendig.

 Biodiesel   Biokraftstoffe   BP   Bursa   CO2   CPO   Ethanol   Mais   Malaysia   Ölpreise   Palmöl   Raps   Rohöl   Sojabohnen   Sojamehl   Sojaöl   USA   Weizen   WTI   Zucker 

Ölpreise geben Teil der Gewinne ab

DOE-Bestandsdaten: US-Rohölbestände fallen unerwartet

Rohölbestände in USA überraschend gefallen NEW YORK (comcenture.com) - Die US-Rohölbestände sind zuletzt unerwartet gefallen. Wie die US-Energiebehörde (EIA/DOE)) am Donnerstagnachmittag im Zuge der Veröffentlichung des wöchentlichen „Petroleum Status Report“ meldet,... weiterlesen
Durchgreifende Veränderungen kündigen sich an

Raffinerie-Standort Deutschland: Produktion übersteigt Nachfrage deutlich

Raffinerie-Standort Deutschland: Produktion übersteigt Nachfrage deutlich Die deutsche Raffinerielandschaft steht vor durchgreifenden Veränderungen. Nach Einschätzung von BP, dem zweitgrößten Erdöl-Raffineriebetreiber in Deutschland, erwartet die Branche bis zum Jahr 2020 deutliche Absatzrückgänge. Die... weiterlesen
85,95 Millionen bpd in 2010

EIA passt Ölnachfrage-Prognosen für 2010 und 2011 an

EIA passt Ölnachfrage-Prognosen für 2010 und 2011 an Das US-Energieministerium EIA (U.S. Energy Information Agency) erhöhte am Mittwoch seine Schätzung über den globalen Ölverbrauch in 2010. Der Anstieg wird maßgeblich bestimmt durch eine erhöhte Nachfrage aus China, dem Mittleren... weiterlesen


Ihre Werbung hier