Ölpest in China: Riesiger Ölteppich nach Pipeline-Explosion
Medienberichten zufolge sind in einer Raffinerie im Hafen von Dalian in der Provinz Liaoning in China aus bisher ungeklärten Gründen zwei Pipelines explodiert. Mittlerweile treibt ein ca. 50 Quadratmeter großer Ölteppich vor der Küste. Aufräumtrupps bemühen sich unterdessen die Ölkatastrophe einzudämmen.

Ölpest: Raffinerie-Brand mit Pipeline-
Explosion in Dalian
Die Flammen in der Stadt Dalian reichten Berichten zufolge bis zu 30 Meter in die Höhe und sollen 20 Stunden gebrannt haben, bis es den mehr als 2.000 Feuerwehrleuten gelang den Großbrand zu löschen. Warum es am Freitag zu der Explosion der zwei Pipelines in der Raffinerie gekommen war, ist bisher nicht geklärt. Berichten zufolge hatte ein 300 Megatonnen schwerer Tanker aus Liberia vor der Explosion seine Ladung gelöscht. Laut offiziellen Angaben wurde niemand bei dem Unglück verletzt oder getötet.
Durch den Pipeline-Brand gelangten Unmengen an Öl ins Meer. Mittlerweile erstreckt sich in den Gewässern des Xingang-Hafens ein Ölteppich mit einer Fläche von mindestens 50 Quadratkilometern. Bereits am Samstag wurden Maßnahmen zur Bekämpfung der Ölpest eingeleitet, an denen sich rund 20 Fahrzeuge beteiligten. Zudem wurden große Mengen an Öl-Dispersanten und Saugfilze an den Unglücksort transportiert, um das ausgetretene Öl aufzunehmen. Die Aufräumtrupps sind zur Zeit weiterhin damit beschäftigt, die Meeresverschmutzung zu beseitigen.
Der Hafen von Dalian hat sich zu einem international bedeutenden Handelshafen entwickelt und besitzt ein großes Erdöl-Terminal. Große Teile der strategischen Ölreserven Chinas werden vor Ort gelagert. Zugleich ist der Hafen einer der wichtigsten Marinestützpunkte Chinas.
Die betroffene Raffinerie bleibt diese Woche geschlossen. Auch der Hafen wurde vorübergehend geschlossen, um ein weiteres Ausbreiten der Ölpest zu vermeiden.
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