30.07.10|07:02
Mineralölkonzerne verdienen prächtig

Royal Dutch Shell – Quartalsergebnis übertrifft die Erwartungen


Von: SK

Den Haag/ London - Der Ölkonzern Royal Dutch Shell konnte für das zweite Quartal 2010 einen deutlichen Gewinnsprung verbuchen. Laut Angaben des Unternehmens betrug der Gewinn 4,5 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz steigerte sich von 63,88 Milliarden Dollar auf 90,57 Milliarden Dollar.

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Royal Dutch Shell<br> übertrifft die Erwartungen

Royal Dutch Shell
übertrifft die Erwartungen

Grund hierfür waren rasche Fortschritte beim Konzernumbau, gestiegene Ölpreise, sowie eine erhöhte Nachfrage aufgrund der anziehenden Weltkonjunktur. Die Öl- und Gasproduktion stieg um fünf Prozent auf 3,11 Mio. Barrel pro Tag. Mit dem Ergebnis liegt Shell leicht über den Erwartungen der Analysten. Konzernchef Peter Voser, äußerte sich zufrieden und sagte, dass sein Unternehmen angesichts der schwierigen makroökonomischen Bedingungen gut abgeschnitten habe. Zur zukünftigen Entwicklung sagte Voser: "Die Weltwirtschaft sendet gemischte Signale aus. Die Ölpreise blieben in diesem Jahr zwar fest, aber die Gewinnmarge im Raffineriebereich sowie die Nachfrage nach Ölprodukten und die Gaspreise stehen weiterhin unter Druck." Weiterhin gab der Konzern bekannt, dass das umfangreiche Spar- und Umstrukturierungsprogramm inzwischen abgeschlossen sei. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bezeichnete Voser als "Tragödie für alle Betroffenen".  

Der britische Ölmulti BP hatte aufgrund der Katastrophe einen Rekord-Verlust von 17 Milliarden Dollar für das letzte Quartal gemeldet. Im ersten Quartal 2010 hatte BP noch einen Gewinn von 6,1 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Auch der spanische Ölkonzern Repsol übertraf mit einem Gewinn von 523 Mio. Euro (etwa 682 Mio. US-Dollar) die Erwartungen der Analysten. Laut Repsol, konnte das gute Ergebnis aufgrund der versechsfachten Marge im spanischen Raffineriegeschäft erreicht werden.

Der norwegische Statoil Ölkonzern erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Überschuss von 36,4 Mrd. Kronen (ca. 5,9 Mrd. Dollar). Analysten waren von 38,2 Mrd. Kronen ausgegangen. Zur weiteren Entwicklung sagte ein Vertreter von Statoil der Presse: "Wir gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise volatil bleiben werden und dass der Gasmarkt in nächster Zukunft schwierig sein wird".

Der amerikanische Ölkonzern Exxon Mobil konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal ebenfalls kräftig steigern. Mit einem Umsatzsprung auf 92,5 Milliarden Dollar, im Vergleich zu 74,5 Milliarden Dollar vom Vorjahresquartal, übertraf Exxon Mobil die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn stieg von 3,95 Milliarden Dollar auf satte 7,56 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Gewinn von 1,60 Dollar je Aktie. Die Öl-und Gasproduktion wurde im abgelaufenen Quartal um 8% gesteigert.


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